¡¡¡ ATENCIÓN !!!


"Curanipe, navegando en el tiempo"
(El arca maulina del padre Samuel Jofré Rojas)

domingo, 7 de marzo de 2010

Terremoto y tsunami 2010: Informe de un sobreviviente alemán desde Chile


RELATO DE KARIN Y PETER HAUG EN CHILE

A las 3:40 se desató el infierno


Wir hatten einen Schutzengel, der flüsterte uns zu : "Schnell weg von hier". Der göttlichen Stimme sind wir gefolgt, das war unser Glück !

Wir befanden uns mitten im Epizentrum im Badeort Curanipe nördlich von Concepcion, und dem darauf folgenden Tsunami entkamen wir nur um wenige Minuten durch die Flucht auf einen Hügel ausserhalb des Camping- platzes.

Der Reihe nach: Das garstig kalte und windige Patagonien hatten wir nach einer supertollen Schiffspassage verlassen und strebten nach Norden, der Sonne entgegen. Schon am Lago Villarica herrschte Badewetter, doch das genügte uns nicht, dem Strand galt unser ganzes Ansinnen, endlich wieder Strand! Auf einer Zwischenstation in Chillan suchten wir den badischen Winzer Maennle und fanden ihn nicht. Dann gab es kein Halten mehr, bei Chanco stiessen wir auf die Küstenstrasse und entschieden uns für den Weg nach links über Pelluhue nach Curanipe, zwei hübsche Badeorte mit feinen Villen den Hang hinauf. Durch Curanipe hindurch, über die Brücke am Ortsrand und sofort nach rechts in einen dichten Pinienwald hinein, da war der Campingplatz. Unser Stellplatz war der dritte vom Strand aus gesehen, ca. 50 m zum Wasser, der Wettergott bescherte uns sommer- liche 30 Grad, also alles wunderbar.

Der Tag hatte sowieso super begonnen, am Morgen war unsere vorletzte Lebensversicherung ausbezahlt worden, "fresh money" war in der Kasse, angesichts der teuren Reise eine Wohltat. Am Wochenende wollten wir fein essen gehen, pescado y marisco, wir waren bestens gelaunt. So weit, so gut.

Um 03:40 Uhr in der Nacht brach die Hölle los. Die Erde bebte, nein sie tobte, unser Womo drohte umzukippen, im Bett wurden wir von einer Wand an die andere geschleudert, begleitet von einem wüsten Donnergrollen, und schlagartig erloschen alle Lichter auf dem Platz. Stärke 9,2 auf der Richterskala soll das Beben gehabt und 9 min gedauert haben, doch das können wir nicht bestätigen, in so einem Fall verliert man jedes Zeitge- fühl und jede Sekunde wird zur Ewigkeit. Curanipe wurde später als der exakte Ort des Epizentrms angegeben.

Als die Erde sich beruhigt hatte, strömten viele hinaus zum Strand. Da standen wir mit zittrigen Knien und verwirrten Köpfen und blickten sorgen- voll hinaus aufs Meer, kam da was ??

Zurück am Womo gab es ein kurzes Gespräch : "Die anderen packen" "Wir auch ". In wenigen Minuten war das Auto startklar, wir fuhren den Wald hinaus auf die Strasse. Links war im hellen Schein des Vollmondes klar zu erkennen, dass die Brücke zerstört war. Rechts ging es eine An- höhe hinauf, das wussten wir, so 50 m über Meeresspiegel, das sollte eigentlich genügen. Viele Autos fanden sich ein, dann plötzlich ein Polizei- wagen, und der verkündete über Lautsprecher eine Tsunami-Warnung. Wir wurden sogar aufgefordert, über einen Feldweg weiter landeinwärts zu fahren bis zu einem Sammelplatz bei einem Gehöft. Dort parkten bald um die 50 Autos, und die Leute wussten sich schnell zu helfen. Im Nu loderten 2 grosse Lagerfeuer, und alle standen drum herum um sich zu wärmen. Was unten passierte, wussten wir nicht, die Handys bekamen kein Signal mehr.

Dann plötzlich kam ein Pickup gefahren mit 3 verletzten Frauen an Bord. Am schlimmsten erwischt hatte es eine Hochschwangere, deren Beine sahen aus wie zerquetscht. Auf der Ladefläche lag ihre Mutter, und die war tot. Nur wenige Minuten später kam ein voll besetzter Reisebus, die Insassen stiegen garnicht aus, die waren alle verletzt und völlig verstört. Das Wort Tsunami fiel und spätestens jetzt wussten wir, was die Stunde geschlagen hatte.

Nach Tageseinbruch hielt es keinen mehr da oben. Wir strömten alle hinunter, zunächst zum ersten Sammelplatz. Dort war eine jüngere Frau durch nichts mehr zu beruhigen, ihr 7-jähriger Sohn war ihr beim Flucht- versuch vom Wasser aus der Hand gerissen worden und in der Dunkelheit verschwunden. Bis 12:30 Uhr war nicht gefunden worden, es war entsetzlich !

Auf dem Campingplatz war festzustellen, dass längst nicht alle Besucher geflohen waren. Der Platz wies vom Strand zur Strasse hin eine Steigung auf, das Wasser war schon abgeflossen, wie in ganz Curanipe auch, und hatte nichts als Trümmer hinterlassen. Ein halbes Dutzend völlig demolierte Autos standen da, 20 m neben unserem Stellplatz war ein Reisebus geparkt, der war auch Schrott.

Das Sanitärgebäude und die Rezeption 100 m hinter uns waren zertrümmert. Einige Leute berichteten, wie sie das überlebt hatten, meistens indem sie sich mit aller Kraft an einem Baum festklammerten. Wer das nicht konnte, Frauen und Kinder z.B..Die Zahl von 10 Toten allein auf dem Campingplatz wurde bald bestätigt, dazu gab es einige Vermisste. So wurde uns eines klar: Wären wir geblieben, die Welle hätte unser Womo zerschmettert, und was mit uns passiert wäre, darüber wollen wir lieber mal nicht spekulieren.

Nachrichten flossen spärlich, der Strom war ausgefallen, Handys und Laptops waren ohne Signal, die Radiosender spielten Musik, die wussten nichts. Für uns stellte sich die Frage, wie wir hier herauskommen konnten. Alle Brücken an der Küstenstrasse waren kaputt, das berichtete die Polizei, Pelluhue war unpassierbar, wir sassen in der Falle, es gab kein Entkommen. 100 m neben der zerstörten Strassenbrücke aber war eine hölzerne Behelfsbrücke stehen geblieben, wohl für Fussgänger gedacht, die konnte unser schweres Auto unmöglich tragen, aber wir mussten hinüber. Ein junger Mann mit seinem kleinen Sohn war in allergrösster Sorge um seine Frau, die am Abend zuvor mit dem Baby nach Pelluhue gefahren war zum Besuch einer Freundin, nach Cauquenes wollte sie auch noch. Er kannte sich in der Gegend gut aus, er konnte uns die Strecke sogar genau beschreiben, und er bat uns inständig, ihn mitzunehmen über diese wilde, gebirgige Schotterpiste, wir würden das schaffen, auch wenn andere uns davon abrieten. Aber wir hatten keine an- dere Wahl, die Brücke hielt, das Auto schaffte die Steigung im grundlosen Sand im ersten Gang mit röhrendem Motor. Von oben war Pelluhue zu sehen, da war nur noch eine Wasserwüste, die Welle war ca. 1 km vorgedrungen und hatte alles mit sich gerissen.

Wir erreichten Cauquenes, der junge Mann hoffte, seine Frau dort zu finden. Jetzt erkannten wir das ganze Ausmass der Katastrophe, in den Aussen- bezirken war kein Haus mehr intakt, vor allem die alten Häuser aus Adobe waren eingestürzt, die Strasse war ein einziges Trümmerfeld. Am Rand sassen die Leute im Schatten von Bäumen und betrachteten regungslos das, was einmal ihr Haus war. Viele Zelte waren aufgestellt, die Chilenen sind ja ein Campervolk, und jede Familie besitzt ein Zelt. Im Zentrum sah es etwas besser aus, aber auch dort schwere Gebäudeschäden, unter anderem war die moderne Banco de Chile eingestürzt. Die Stadt war wie ausgestorben, alle Geschäfte waren geschlossen, und das sollte sich als Fehler herausstellen.

Jetzt erfuhren wir auch, dass es kein Benzin gab, ohne Strom kann man nicht tanken. Wir wollten vor zur Autobahn bei Parral, doch die war von Hunderten Lastwagen blockiert, nichts ging mehr. Nahe der Auffahrt entdeckten wir ein "Hotel - Restaurant Baviera" in bayrisch - deutschem Nationalistenstil, das Restaurant eine Galerie von Fahnen und Wappen, auch das der Bundeswehr, und vom Eingang aus stiess man auf ein grosses Foto vom Schlachtschiff Bismarck. Typischer Auslandsdeutscher, deutscher als die Deutschen. Der Typ bot uns aber alle Hilfe an, wir bekamen auch gleich Wasser aus der Zisterne, auf dem Rasenplatz vor dem Hotel hätten wir unbegrenzt stehen können.

Am nächsten Morgen überraschte er uns mit der Nachricht, dass der Stau sich aufgelöst hatte, und dass die Tankstelle südlich von Parral Benzin ausgebe, wir sollten uns sputen. Wir also schnurstracks hin und wir hatten Glück, 27 Liter konnten wir tanken, zu mehr reichte das Geld nicht, die Bankautomaten waren ja auch ausser Betrieb. Wir starteten nach Süden, ohne jede Streckeninformation, und peilten unseren Ausgangsort Villarica an, im Hinterkopf mit dem Gedanken, dass wenn alle Stricke reissen, wir uns enigstens mit Wasser aus dem See versorgen könnten. Bald waren wir ganz allein auf der Strasse, unterwegs waren alle Tankstellen geschlossen, und vor jeder standen Hunderte oder mehr Autos, gestrandet ohne Benzin. Überall das gleiche Bild, zerstörte Brücken, ungemütliche Umleitungen, oft garnicht beschildert. Die Autobahn war an vielen Stellen immer am Mittel- streifen wie aufgeschlitzt und aufgeklappt. Wir erreichten am Abend Villarica und atmeten tief durch. Zwei Stunden vorher waren hier die Lichter wieder angegangen und damit auch das Internet. Gebäudeschäden sind keine keine zu sehen, aber die Hälfte der neu erbauten Uferpromenade ist abgebrochen und nicht mehr befahrbar, 500 km vom Epizentrum entfernt ! Die Lage hat sich hier normalisiert, es gibt alles bis auf Benzin.

Oben im Norden ist das nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Im Fernsehen sieht man üble Jagdszenen in fast allen Städten, am schlimmsten in Santiago und Concepcion, Polizei und Militär schiessen auf Plünderer, das ist wie Bürgerkrieg. Dabei hätte die Regierung wissen müssen, wie man so eine Situation beherrscht. Vor genau 25 Jahren war das letzte grosse Erdbeben in Chile, damals regierten die Militärs, und in wenigen Stunden waren alle verfügbaren Streitkräfte im Grosseinsatz. Die Geschäfte waren gezwungen zu öffnen, die Bevölkerung konnte einkaufen und verhielt sich sich diszipli- niert. Was fehlte, wurde sofort herangeschafft. Dieses Mal wurde erst 3 Tage gequatscht und wurden trauernde Staatsgäste empfangen, Hillary Clinton z.B. Wer 3 oder 4 Tage leben muss ohne Strom, Wasser und Lebens- mittel, der dreht durch. So ist das nun leider passiert, und als die Lage ausser Kontrolle geriet, wurden die Soldaten gerufen und gleich mit Schiess- befehl ausgestattet.

Wir befinden uns also in Villarica und harren der Dinge. Uns geht es gut, auch wenn der Schreck noch in allen Knochen sitzt. Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht. In einer Woche wollen wir nach Peru fliegen, aber bis heute können nur in Santiago Flugzeuge landen, zum Abflug fehlt der Treibstoff.

Also wir warten ab, und nun grüssen wir alle vom wunderschönen Lago Villarica mit dem gleichnamigen Vulkan im Hintergrund.

Saludos e abrazos, de Peter y Karin

Excelente albúm fotográfico de la tragedia

2 comentarios:

Anónimo dijo...

Ich habe zu finden versucht, Ideen, wie bekomme ich meinen persönlichen Blog-Site codiert, Ihre aktuelle Thema und Stil wunderbar zu finden gesucht. Haben Sie Ihr Selbst-Code ist, oder haben Sie rekrutieren einen Codierer, um es für dich getan persönlich?

Anónimo dijo...

Awesome Post. Wirklich genossen Lesung Ihre Blog-Posts..

AVES DE LA CALETA RESGUARDADAS POR EL S.A.G.


RESPUESTA FORMAL DEL S.A.G.

14.agosto.2008

Dando respuesta a don Juan (el editor del Blog), le puedo indicar que las aves que se menciona y que se encuentran gran parte del año en esta caleta, están protegidas por la Ley de Caza y su Reglamento (http://www.sag.cl/ ), además, está prohibido (según esta normativa) la caza o captura de estas aves cerca de casas habitación como ocurre en este lugar. Si se detecta caza o daños a estas aves debe acudir a Carabineros de Chile a hacer la denuncia puesto que está más cerca del lugar, también puede hacerla llegar a la oficina SAG más cercana que se encuentra en Cauquenes (fono 73-512124 )

Lo invito a informarse sobre esta normativa en nuestra página web y sobre las categorías de conservación de las especies que están listadas en el reglamento.

Atte.,

Luis Arturo Villanueva R.

Encargado Regional Subprograma de Protección de los
Recursos Naturales Renovables
SAG Región del Maule

¿Plátanos orientales?: un problema de 40 mts. de alto por 2 de ancho

Foto: Plátano oriental

(Grecia)

Vecinos de Curanipe: tenemos literalmente un gran problema que se nos viene encima:

la I. Municipalidad de Pelluhue ha plantado en calle Samuel Jofré Rojas (ex del Comercio) una gran cantidad de árboles, los que muy probablemente sean plátanos orientales, especies de gran tamaño que pueden llegar a medir hasta 40 metros de alto y 2 de diámetro.

Salvo, claro, las alergias (generan alrededor del 50 % de las rinitis), no habría habido mayor problema si éstos hubiesen sido ubicados en un parque o avenida; pero lo triste del asunto es que lo fueron al costado de la vereda oeste, pegados a las casas.

Sin lugar a dudas en los próximos años, entre otros, tendremos los siguientes problemas, que habrán tenido su origen en la imprevisión de las autoridades municipales:

* Rotura de pavimento.

* Rotura y levantamiento de veredas.

* Reblandecimiento de paredes de adobe por humedad y raíces.

* Daños en líneas eléctricas y telefónicas.

* Daños en techumbres de tejas.

¡Y como siempre pagará Moya!

22.08.08

¡¡¡ ALERTA VECINOS !!! gobierno aprueba criminal proyecto - OCTUBRE 2008

02.noviembre.2008
Asunto: Aprobación del Proyecto Los Robles... "sin vergüenza"


“Sin vergüenza”, los miembros de la COREMA del Maule aprobaron, el jueves 30 de octubre, el Estudio de Impacto Ambiental del Proyecto Central Termoeléctrica Los Robles. El hecho de que este proyecto haya sido aprobado, a pesar de los graves daños ambientales y sociales que va a provocar en la Región del Maule, sólo puede ser explicado por la deficiente regulación medioambiental de nuestro país que le da poder discrecional a personas “incapacitadas” e “irresponsables” para tomar decisiones estratégicas.
http://www.conama.cl/portal/1301/propertyvalue-12908.html

Decimos “incapacitadas” porque no están en capacidad para resolver en forma independiente sobre un proyecto que afecta a toda una comunidad, y decimos “irresponsables” porque no se harán cargo de las nefastas consecuencias que este proyecto va a tener en el futuro.La resolución aprobó el proyecto “con condiciones”, sin embargo sólo establece condiciones menores que no apuntan a las objeciones trascendentes que se le han hecho al proyecto.

No han sido debidamente consideradas varias de las consecuencias relevantes del proyecto: el gran daño a la agricultura de exportación, el impacto en la salud de las personas y el impacto en los humedales y reservas naturales que se encuentran en la zona. Tampoco ha sido revisado el tema del clima, ya que nadie puede entender que una de las zonas de más viento en Chile (que incluso es apropiada para emplazar granjas eólicas), sea apropiada para una planta que maneja carbón y cenizas.

Por otro lado, no hay ninguna garantía que un puerto en esa zona de roquerío y vientos pueda funcionar (no por simple casualidad allí existe un Faro y se pueden constatar varios barcos naufragados). Podríamos seguir enumerando las incompletitudes, imprecisiones y distorsiones del proyecto, lo cual se agrava conla condescendencia extrema que la CONAMA tuvo hacia la empresa AES Gener S.A.

¡Algo funciona mal en nuestro país!

Pareciera que los compromisos de nuestras autoridades con el Medio Ambiente no son genuinos… no están en sintonía con el bien común; finalmente se imponen los poderes económicos que buscan una ganancia fácil e irresponsable.

Sin embargo, en lo que respecta a nuestra campaña contra la Termoeléctrica Los Robles, sólo hemos perdido una batalla. Si fuimos capaces de construir el Ataúd más Grande del Mundo, también seremos capaces de detener esta aberración medioambiental, así sea llevando el Ataúd frente a La Moneda.

VER PRESENTACIÓN POWER POINT:

http://es-la.facebook.com/group.php?gid=15658365909
Fernando Salinas Manfredini
No a la Termoeléctrica Los Robles.

Curanipe, Territorio Mapuche